Angenehm ruhiger Roman Die Autorin Nina Mayen schrieb bisher Drehbücher und Hörbücher " Im Sommer der Wildbienen" ist ihr Debütroman. Protagonistin Flora entscheidet sich nach einer Panikattacke, aus der Großstadt aufs Land in das Haus ihrer verstorbenen Großmutter zu ziehen. Wir begleiten sie dort mit all ihren Höhen und Tiefen. Flora ist Autistin , dies hat das Werk für mich gut eingefangen und dargestellt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut zu verfolgen. Ich finde es gut, dass hier Neurodivergenz aufgezeigt wird, auch wenn es mir manchmal etwas zu aufgesetzt wirkte. Die Figurenkonstellationen mochte ich auch sehr gerne, sowohl jene aus dem Dorf als auch Floras Familie. Im Vordergrund stehen allerdings ihr Leben und ihre langsamen Schritte in eine sich neu entwickelnde Zukunft. Die Natur und die Vergangenheit ihrer Großmutter wurden auch gut in diese Geschichte eingewoben. Eingelesen wurde dieser entschleunigende Roman von Vanessa Bolder und erschienen...
Katakomben London Es ist schon eine Weile her, als ich den ersten Band der " Die Lichter unter London " Dilogie von Anne Herzel gelesen habe. Das Cover sprach mich direkt an, da es atmosphärisch angehaucht und das Grün sehr ausgeprägt ist. Die Geschichte klang vielversprechend. Eine eigene Welt unterhalb von London. Maeve , eine Studierende, die unbedingt eine Tiefenschürfende sein möchte, macht sich auf den Weg, um eine zu werden. Die Katakomben unter London bzw. das Wortbuilding der Autorin gefielen mir sehr gut, da ich mir die Welten gut vorstellen konnte. Vor allem die Flora und Fauna kamen nicht zu kurz. Unterwegs trifft Maeve irgendwann auf Blaise und beide wandern durch die gefährlichen unterirdischen Welten, in denen ihnen einige bedrohliche Wesen begegnen. Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich abholen, da es mir vor allem an Charaktertiefe und Nähe zu Maeve mangelte. Zudem hatte ich etwas Probleme mit dem Neopronomen " Dey ". Es war fü...