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Alice und die Geister von nebenan

Liebeswerte Geschichte
Das Cover ist ansprechend und etwas düster zugleich. Für mich ist es stimmig. Unsere Protagonistin Alice zieht mit ihren Eltern oft um und macht größtenteils mit ihrem Vater aus heruntergekommenen Häusern, die ihnen ein Zuhause auf Zeit sind, mit handwerklichen Geschick & Geduld, wieder ansehnliche & gemütliche Domizile. Sie ist ein bemerkenswertes 10-jähriges Mädchen, mit einem Freigeistsinn. Als sie mit ihrer Familie das vorerst letzte Mal umzieht, wird zwar in dem eigenem Haus nichts mehr repariert, aber das hält Alice nicht davon ab nebenan ihr persönliches Abenteuer zu erleben. In der desolaten Villa hausen zudem 3 Geister. Das ist neu für sie. Aber sie macht es sich zur Aufgabe Ivy, Mugwort & Danny kennenzulernen und ihnen zu helfen ihre jeweiligen Herzensangelegenheiten zu lösen und sie zu einem so gutem, wie möglichem Ende zu bringen. Mir gefiel viel an dieser Geschichte, der Schreibstil liest sich angenehm weg und inhaltlich war es eine Mischung aus Ernsthaftigkeit, Freiraum und Humor. So bekommt Alice z.B. öfters liebevolle Koseworte von ihren Eltern, wie Fußnötchen. Eine empfehlenswerte liebenswürdige Geschichte die Neugierde, Wissen & Mut viel Raum gibt.
«So ist das, wenn man etwas repariert: Es entsteht ganz still und heimlich eine Verbundenheit zwischen einem selbst und dem Gegenstand.»
«Alice hatte das Gefühl, ihr Herz müsste zersplittern - brechen und splittern wie das Haus selbst.»
«Außerdem gibt es so viele unterschiedliche Arten von uns: die Ruhenden, die Überfälligen, die Für-Immer-Vergessenen.»
«Ich darf ja wohl herumschweben, wo ich Lust habe.»
«Beinahe nur für sich murmelte sie:« Ivy, Mugwort, Dandelion.» «Efeu, Wermut, Löwenzahn. Allesamt Unkräuter, die im Rasen rings um das Haus wucherten.»
«Wie die Zeit vergeht! Und am Ende müssen wir uns von allem, was wir lieben verabschieden, bis nichts von uns bleibt als unsere Essenz.»

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