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Statt aus dem Fenster zu schauen

Ruhiger introspektiver Roman
Der Debütroman Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel aus dem Pola Verlag hat ein ansprechendes verträumtes Cover. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, in den Schreibstil und die Geschichte hineinzukommen, kam ich mit der Zeit gut klar. Protagonistin Sophie fragt sich, wie ihr Leben sonst noch aussehen könnte, und wagt die Reise ins Ungewisse. Sie kauft sich ein heruntergekommenes, noch nie gesehenes Haus irgendwo im Nirgendwo und versucht, es sich mit ihren wenigen Mitteln herzurichten. Am liebsten waren mir die Renovierungsmomente, die nicht immer glatt liefen, aber amüsant und oft entschleunigend wirkten. Mir fehlte es allerdings an etwas mehr Realität und auch Tiefgang. Zudem bekamen andere Figuren oder Themen kaum ausreichend Raum. Das Ende war mir dann etwas zu abrupt und passte nicht so ganz zum Rundsein. Insgesamt ein ruhiger, introspektiver Roman, der mich nicht ganz für sich einnehmen und überzeugen konnte.
«Aber ganz ehrlich, warum wird ständig nach dem Danach gefragt?»

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